Fragend, mit der Kraft der Poesie, der Musik, der Sprache und dem Spiel führen die Darstellerinnen die Zuschauer durch den Kosmos Handkes. Ausgangspunkt ist die aktuelle Ausstellung „Die Arbeit des Zuschauers- Peter Handke und das Theater“.

Hat die „Nuda Veritas“ von Gustav Klimt einen Spiegel oder eine Lupe in der Hand? Es erwarten sie politische Reden im Looping durch die Höfe geschmettert, Wahrheiten, die sich in Wortspiralen zu Lügen verdrehen, Luftballons mit Wünschen die in Drähten hängen bleiben, Spiegelspiele, die sie, sich selbst erkennen lassen

Der Text „die sich ständig verändernde Frau“ von Roland Schimmelpfennig war der Ausgangspunkt, das Thema Veränderung, ihr Wesen, ihre Auswirkungen und den Umgang unterschiedlicher Menschen mit dem Thema, spielerisch zu untersuchen.

Die Studierenden haben sich mit der Opferbereitschaft von Kindern auseinandergesetzt. Die Bearbeitung des Themas und die Entstehung der Inszenierung fand durch Feldforschung, biografische Arbeit und durch die Auseinandersetzung mit dem Stücktext „Iphigenie Königskind“ von Pauline Mol, statt.

ZweiGeteilt entstand als Stück auf einer vierzehntägigen Reise durch die Biografien der Studierenden des Aufbaulehrgangs. Ausgehend von den realen Biografien entstanden zwei fiktive Biografien von zwei sehr unterschiedlichen jungen Menschen, die unabhängig voneinander eine Reise beginnen und die schicksalhaft aufeinander prallen.

Die Biografie eines Menschen ist ein sprudelnder Quell an Geschichten, Situationen, Begegnungen und Fragen ans Leben. Dem sind die Studierenden schreibend, tanzend und performend nachgegangen. Der Zuschauer wurde in verschiedenen Räumen mit unterschiedlichsten Blickwinkeln und Antworten zur Ausgangsfrage sowie ästhetischen Mittel der szenischen Umsetzung konfrontiert.