FunkStille ist eine chorisch- szenische Reflexion angesichts drohender Katastrophen von angehenden Theaterpädagog*Innen des 11. Jahrgangs des Instituts angewandtes Theater (IFANT).

Längerfristige Funkstille ist im Schiffsfunkverkehr verpflichtend, sobald ein Notruf empfangen wurde, also MAYDAY im Sprechfunk oder das Telegrafie-Notzeichen SOS. Auf dem Raumschiff Erde fehlt es nicht an Notrufen. Die Lage ist dramatisch, die Wellen-Metaphern überschlagen sich, die Krisensitzungen nehmen kein Ende. Aber von Funkstille immer noch keine Spur. Stattdessen betäubendes Rauschen auf allen Kanälen: wir lassen uns das Leben nicht verbittern.

Im Zentrum der szenischen Reflexion zur „Funkstille“ steht daher nicht die Katastrophe, sondern der „menschliche“ Umgang mit ihr: Hybris, Verdrängung, Galgenhumor, ihre Vermarktung und die Kristallisation gesellschaftlicher Ungleichheit im Angesicht des Unglücks.
Nein, wir werden damit nicht die Welt retten, aber vielleicht einen Denkanstoß geben – ohne Alarmismus, augenzwinkernd, nachdenklich, rückblickend, vorausschauend.

Die Performance entstand in vier Tagen inspiriert vom Text „Der Untergang der Titanic“ von Hans Magnus Enzensberger und der „Publikumsbeschimpfung“ von Peter Handke.

Künstlerisches Team: Anna Maria Walter, Bettina Jäkel, Birgit Brandner, Birgit Maria Schinkinger, Christina Smulik, Daniela Bräuer, Diana Weber, Edouard Raix, Gabriela Peterka, Hannah Nebosis, Karin Wurzinger, Katharina Holzer, Marie Aglas, Patricia Klein-König, Roman Mayr, Sandra Binder, Sarah Dürnberger, Susanna Rechberger, Tomas Floris, Vera Pienz, Veronika Hörmann

Künstlerische Leitung: Claudia Bühlmann und Friedhelm Roth- Lange

Spieltermin: 15. März 2020 um 19 Uhr, ABGESAGT!
Ort: Bühne 3, MQ Dschungel Wien
Kartenreservation:
Preise:
Junge Kunst Karte: 7 Euro (ermäßigte Karten für Kinder, Jugendliche, Studenten, Arbeitsuchende, Alleinerziehende, Menschen in Not oder in katastrophenähnlichen Situationen)
Normale Karte: 15 Euro (Erwachsene)

 

Verändert sich das Selbstverständnis der Theaterpädagogik und Kunst durch Corona?

Sie haben ab Oktober 2018 die Möglichkeit, für zwei Semester innerhalb des Lehrgangs Extended in Theater- und Schauspielpädagogik  von IFANT auch Spezialpakete mit einem inhaltlichen Fokus zu buchen. Diese Spezialpakete dauern jeweils ein Jahr. Sie können diese jederzeit so upgraden, dass sie das Zertifikat oder das Diplom in Theaterpädagogik BuT® erwerben können.

Paket 1 = Praxis des Theaterschaffens:

Schauspiel- Improvisation- Körperarbeit- Bewegung- Atem/ Stimme/ Sprache- Bewegungschor- Sprechchor- Rollenarbeit- Szenenarbeit- alle Improvisationsmethoden von Boal bis Johnstone im Vergleich- alle Schauspielmethoden von Strasberg bis Stanislawski im Vergleich- biografisches Arbeiten, kollektives szenisches Kreieren/ ein erstes theaterpädagogische Kurzformat mit einer Aufführung geplant wieder im Dschungel Wien, Grundlagen der Regie, szenisches Schreiben, Theaterformen- und Ästhetiken in Praxis und Theorie, Theoretische Grundlagen, die die künstlerische Praxis untermauern, Museumstheater- Kreationslabor mit Aufführungen im Theatermuseum.

Dauer: Oktober 2018- 1. September 2019
Umfang: 14 Unterrichtsmodule und die 10- 14- tägige Produktion im Theatermuseum im August 2019
Preis: 4800 Euro (12 Monate a 400 Euro) und 250 Euro Einschreibgebühr

Paket 2 = Praxis des theaterpädagogischen Schaffens:

Diese Paket ist für AbsolventInnen des Pakets „Praxis des Theaterschaffens“oder einer Ausbildung im Bereich der darstellenden Kunst, die sich im Hinblick auf die theaterpädagogischen und kunstvermittelnden Kontexte und Arbeitsfelder aus- und weiterbilden möchten, um professionell in theaterpädagogischen Kontexten arbeiten zu können.

Die Inhalte sind: Anwendung des Theaterhandwerks in unterschiedlichen Zielgruppen-> Zielgruppenspezifisches Arbeiten (Kinder- Junioren- Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene, Menschen mit speziellen Bedürfnissen, SeniorInnen, Inter- und transkulturelles Arbeiten), Lehrpraxis, Regiepraxis, Konzepterarbeitung, Bühnenpraxis, theoretische Grundlagen, die die theaterpädagogische Praxis untermauern.

Dauer: Oktober 2018- 1. September 2019
Umfang: 14 Unterrichtsmodule, begleitete- supervidierte Lehrproben und das begleitete- supervidierte Grundlagenprojekt
Preis: 4800 Euro (12 Monate a 400 Euro) und 250 Euro Einschreibgebühr

Jedes der Pakete können Sie auch so ergänzen, dass sie einen vom Bundesverband Theaterpädagogik anerkannten Abschluss erwerben können.

Lernen Sie die Lehrgänge in Theaterpädagogik bei einem Spaziergang über die BEST 2020 kennen.

Wann: Sa, 31.8 um 11 Uhr, So, 1.9 um 11 und 15 Uhr
Wo: Theatermuseum, Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien

19 PerformerInnen des Instituts angewandtes Theater bewegen sich 12 Tage in der Ausstellung Alles tanzt. Kosmos Wiener Tanzmoderne. Ihre Haltung ist dabei neugierig und fragend.

Forschend begegnen sie so den Inhalten und Persönlichkeiten der Ausstellung. Sie befragen die Produktions – und Wirkungszusammenhänge der Ästhetik des Tanzes als Bewegung, Ausdruck und Leidenschaft sowie an ihre zeit- und gesellschaftspolitischen Zusammenhänge in einer vorwiegend weiblich dominierten Tanzszene, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der NS-Diktatur.

Ihre Antworten werden schrille, gerade, krumme, direkte, verschnörkelte – auf jeden Fall eigene Perspektiven zu den Themen eröffnen.

Sie laden die ZuschauerInnen in einen Kosmos ein, in dem spielerisch, im Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit und Fantasie, im Kollektiv und einzeln, Sprachduette und Wortpirouetten gesprungen, ein Lied von Tanzdialogen und bewegten Zeilen gesungen, buchstabierte Choreografien gewhatsappt, bewegte Gruppenhappenings zergangen, authentische Pas de deux in Slow Motion genossen sowie einfach geplaudert und getanzt wird.

Denn: Würden wir mehr tanzen, wäre die Welt vielleicht eine andere?

PerformerInnen: Anna Huber, Andrea Thill, Annika Dietl, Birgit Hammer, Christina Komnacky, Dorothea Bauer, Evi Unterthiner, Felicia Bösenkopf, Heide Maria Hager, Julia Herbrik, Judith Schöler, Katharina Engler-Tinner, Karin Buchacher, Maria Scalet, Silke Müllner, Nora Fässler, Sabrina Blümlinger, Theresa Teschler,
Leitung: Claudia Bühlmann, Elisabeth Orlowsky

Kartenreservation:
Preise: Erwachsene € 12, Studierende/ SeniorInnen € 8
Pro Vorstellung sind zwei Hunger auf Kunst Karten möglich. Bitte einfach anfragen.

Die sich ständig Verändernde – am Sonntag den 17. März um 19 Uhr, im Dschungel Wien
19 Frauen erzählen humorvoll von ihren persönlichen und kollektiv geprägten Erfahrungen als sich ständig verändernde Frau.

Schön ist es! 10 Jahre alt und doch jung!

Sie haben am Sonntag den  25. November 2018 um 14 Uhr noch einmal die Möglichkeit, die erfolgreiche Produktion „Ich hätte gerne ein Zukunft“,  die anlässlich der aktuellen Ausstellung im Theatermuseum zu Ödön von Horváth und das Theater,  entstanden ist, zu sehen.

Kartenreservation unter:
Preise Tickets: € 12/ ermäßigt € 8

Zur Produktion:

„Ich denke ja garnichts, ich sage es ja nur“
Ödön von Horváth und das Theater

12 Studierende des Instituts angewandtes Theater haben in einer szenisch forschenden Erkundung dieses gar nicht „tümliche“ Volkstheater aus der Weimarer Republik auf aktuelle Bezüge hin untersucht. Dabei sind szenische Kommentare entstanden, die eine eigene Sicht auf die dargebotenen Objekte und Inhalte der Ausstellung eröffnen und zum Dialog über thematische Schwerpunkte einladen.
In der Performance erleben sie in kleinen Gruppen einen theatralen Rundgang durch die Räume der Ausstellung.

Weitere Informationen finden sie hier

Anmeldungen zum Projekt „Erinnerungsverkostungen“ von Menschen jeglichen Alters sind ab sofort an Cäcilia Färber möglich.

Was ihr wollt – was ich bin

Für ein Publikum von 12 – 100 Jahren, Publikumsgespräch nach den Vorstellungen
Inspiriert von William Shakespeare

Viola will Orsino, der will Olivia, die will Viola, die sich obendrein als Mann verkleidet hat und dadurch alles noch komplizierter macht. Was, wer, von wem will, ist das große Thema in Shakespeares erotischem Verwirrspiel um Identität und Selbstfindung. Jeder ist damit beschäftigt, seine Liebessignale ausgerechnet an den oder die auszusenden, der oder die sie auf keinen Fall erwidert. Nicht um das Lieben an sich geht es in „Was ihr wollt“, sondern um den Genuss des Sichverliebens. Und das ist nicht selten ein Selbstverliebtsein.

Diese Komödie hat das sechsköpfige Ensemble in der Regie von Claudia Bühlmann in ein heutiges Ambiente versetzt. Man chattet in sozialen Netzwerken, wählt potentielle PartnerInnen mit einem Wisch über das Display und genießt an der Strandbar das wohltemperierte Beachlife, getrieben von den Fragen: was will ich, wer will mich und was bin ich eigentlich?

Wo:                 Theater Akzent, 1040 Wien, Theresianumgasse 18
Wann:           Freitag, der 26.01.2018, 10 Uhr und 19Uhr
Kartenreservation:            Tel.: 01/501 65 – 13306, www.akzent.at
Pressekontakt und nähere Informationen:

Ifant AbsolventInnen und Studierende haben in diesem Projekt, in Kooperation mit dem Verein Immoment, ausgehend von unterschiedlichen Fassungen des Stücks „Was ihr wollt“, eine zeitgenössische Spielversion entwickelt, die die essentielle Frage nach unserer Identität und dem Sinn unseres Daseins aufwirft, ohne die Figuren der shakespearschen Welt sowie ihr tragisch – komisches  Treiben zu verlieren.